Projektumfangsplanung mit dem Projektstrukturplan (PSP). Behandelt den Planungsprozess, Strukturierungsprinzipien, Gestaltungsregeln sowie den Top-Down-Ansatz.

Der Projektstrukturplan ist ein zentrales Artefakt im Projektumfang-Management. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man den PSP erfolgreich einsetzt. Ein akkurater PSP ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Projektcontrolling.
Die Projektplanung ist eine zentrale und sehr wichtige Technik des Projektmanagements. Planung ist essenziell, um ein Projekt erfolgreich abzuschließen.
Die Projektplanung ist eine wichtige Voraussetzung für das Projektcontrolling. Die Earned-Value-Analyse zum Beispiel setzt eine Projektplanung und einen PSP voraus. Siehe unsere Beiträge:
Ein klarer und formal genehmigter Projektauftrag mit dem gewünschten Projektumfang und Projektbudget ist die Basis für die Projektplanung. Der Projektumfang umfasst:
Um ein Projekt erfolgreich zu überwachen und abzuschließen, sind ein klarer Projektauftrag, Eingangskriterien und ein systematisch strukturierter Planungsprozess erforderlich.
Das Projekt hat eine einzigartige Timeline und liefert Ergebnisse gemäß einzigartiger Anforderungen und Ziele. Die Basis einer präzisen Projektplanung ist die Festlegung individueller Ziele, die SMART sein sollten (Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Realistisch, Zeitgebunden).
Die Ziele sollten bereits mit den wichtigsten Stakeholdern abgestimmt und im Kontext eines klaren Business Case genehmigt sein.
Wir empfehlen, Anforderungen mindestens auf Epic-Ebene zu setzen, bevor der Projektplanungsprozess beginnt.
Basierend auf den Projektzielen und Hauptanforderungen führt eine vorläufige Schätzung zu einem genehmigten Budgetrahmen. Die Projektziele, Anforderungen und der Budgetrahmen bilden in der Regel den Projektauftrag.
Die Projektplanung umfasst gemäß PMBOK folgende primäre und sekundäre Planungsprozesse:
Kernplanungsprozesse:
Sekundäre Planungsprozesse:
Das Projektumfang-Management befasst sich mit der Planung, Überwachung und Steuerung des Projektumfangs. Ein Kernelement ist der Projektstrukturplan. Alle Projekte benötigen eine detaillierte Beschreibung der Projektarbeit und der Lieferergebnisse.
Bitte unterscheiden Sie zwischen:
Der Project Management Body of Knowledge definiert den Projektstrukturplan als eine hierarchische Zerlegung des gesamten Arbeitsumfangs, der vom Projektteam durchgeführt werden muss.
Sobald der Projektauftrag und das Scope Statement klar definiert sind, kann der Projektmanager mit der Zerlegung der Arbeit beginnen. Dies ist die wichtigste Aufgabe, um eine Planungsbasis für nachfolgende Schritte zu schaffen. Der PSP ist das wertvollste, einfachste und am meisten unterschätzte Projektmanagement-Werkzeug.
Durch den PSP wird ein Projekt in Teilaufgaben und Arbeitspakete aufgeteilt. Hierarchische PSP-Teilaufgaben sind Elemente, die weiter unterteilt werden müssen. Arbeitspakete sind Elemente auf der untersten Ebene.
Der PSP deckt den gesamten Projektumfang ab. Alle untergeordneten PSP-Elemente beschreiben den Umfang des übergeordneten Elements vollständig ohne Überlappung.
Bei sehr großen Projekten wird in Teilprojekte aufgeteilt. Es wird empfohlen, das Projekt nur bis zur untersten Ebene der Arbeitspakete zu unterteilen. Jedes Element erhält einen eindeutigen Identifikator (PSP-Code).
Zu Beginn des Planungsprozesses sind nicht immer ausreichend Informationen verfügbar. PSP-Aufgaben in der fernen Zukunft werden als Planungsarbeitspakete betrachtet, die später detailliert werden.
Die 100%-Regel besagt, dass der PSP 100% der durch den Projektumfang definierten Arbeit umfasst und alle Lieferergebnisse erfasst.
3.6 Make or Buy
Der PSP muss klar dokumentieren, welche Elemente von Lieferanten eingekauft und welche intern entwickelt werden.
Um sicherzustellen, dass der gesamte Projektumfang geplant wird, ist es notwendig, die vorgeschlagenen Ergebnisse statt der Aktivitäten zu planen.